MTGAIA III > 17.07. - 02.10.20 / Postgasse 2

Assoziative Wortketten aus verwaisten Wörtern, deren ursprünglicher Kontext in der direkten Erfahrung zu finden ist, bilden vorwiegend den Anstoß für Hong Mönchs (* 1980) Acrylarbeiten. Diese zufälligen, teils kryptischen Wortketten dienen als Schlüssel zu den Motiven, werden zu Suchelementen im Internet, für die Archivierungsmaschine der Bibliothek oder für die eigene innere Welt. Was bleibt, sind die gemalten Bilder. Die auf schwarzem Jeans-Stoff angeordneten Motive scheinen zu schweben oder Teil eines Größeren zu sein. Dadurch wird nicht nur die Dunkelheit des Stoffes in eine Rahmenmarke verwandelt, sondern auch der universelle Hintergrund selbst als wesentlicher Bestandteil einbezogen. In der T.M.R. Serie (The Monet Research) werden vergrößerte Auszüge aus verschiedenen Monet-Bildern als Vorlage für Hong Mönchs eigenes Gemälde verwendet. Die Zeit wird als Paratext in die Titel aufgenommen und soll die vom Künstler hervorgerufene Stimmung des Tages chronologisch klassifizieren. Ein Spiel zwischen Quelle und Interpretation ist all seinen Werken inhärent - Fragmentierung, Komprimierung, aber auch Wiederholung und sinnlose Orientierung erfordern „Interesse“; vor oder auf einem immer schwarzen Hintergrund.